Archiv. Essen und Trinken

 

 aus Ortsgespräch 58:  November 2009


Jubiläum in der Waldschenke

Mitte 2004 übernahm Küchenmeister Markus Halft die seit 1894 bestehende Waldschenke mit seiner romantischen Außengastronomie. Die Küche ist ganz ohne Schnickschnack.
Mit frischen saisonalen Produkten, einer monatlich wechselnden Speisekarte und Aktionen zu einer fairen Preisgestaltung. Nicht nur die Dünnwalder Gäste scheinen auf diese junge und unkomplizierte Gastlichkeit gewartet zu haben. Markus Halft und seine Lebensgefährtin Kerstin Paul, eine gelernte Hotelfachfrau, dazu ein Team von drei festen Mitarbeitern und sieben Aushilfen, verwöhnen heute Gäste aus der ganzen Region.
Als gastronomischer Geheimtipp fand die Waldschenke Eingang in Marcellinos Restaurantführer und den Varta-Guide. Im WDR Fernsehen, in Krebbers Kneipenzeit, lautete das positive Fazit kurz und bündig: „Richtig tolles Essen, das sein Geld wert ist. Getränke günstig, gute Weinauswahl. Kleines Paradies am Rande von Köln mit historischer Substanz.“

Aber das „Wohlfühlrestaurant“ bietet mehr: Vom Frühstücksbuffet, LIVE-Musik-Brunch, Räuberschmaus, gemütlichem Nachmittagskaffee mit Kuchen bis hin zu Kunstausstellungen. Neu ist auch der 4 x 4 Treff Waldschenke. Er findet seit November jeden zweiten Donnerstag im Monat statt. Dazu neu im Ausschank: Gaffel Kölsch, Kloster Andechs, Stauder Pils und Weihenstephan.

Die Waldschenke empfiehlt sich auch, um besondere Feste in entspannter Atmosphäre zu zelebrieren. Die jungen Gastronomen stehen dabei beratend zur Seite: Sie stimmen die Speisen- und Weinauswahl mit den Gastgebern ab, besprechen die passende Dekoration und sorgen dafür, dass die Feier zu einem unvergesslichen Ereignis wird. Vielleicht steht bei Ihnen ja noch eine Weihnachtsfeier ins Haus?

Das gastronomische Konzept der Waldschenke ist überzeugend und erfolgreich: Die wachsende Zahl von Stammgästen ist der beste Beleg dafür. „Ohne den Einsatz unserer Mitarbeiter, die sich als Gastgeber sehen, wäre dies nie möglich geworden“, merkt der Küchenmeister lächelnd und mit leichtem Stolz in der Stimme an.

 

 aus Ortsgespräch 53:  August 2007


Rezeptvorschlag für laue Sommerabende

 

 

 

Markus Halft,
Inhaber und Koch der Waldschenke, empfiehlt:
 
 

Ziegenfrischkäseterrine mit Tomatenkern
325 g        Ziegenfrischkäse (alternativ normaler Frischkäse)
150 ml      Schlagsahne  
       4      Blatt Gelatine
                 Salz, Pfeffer 
350 ml      passierte Tomaten
         5      Blatt Gelatine
                 Knoblauch, Basilikum, Salz und Pfeffer nach Geschmack

Gelatine für den Frischkäse und den Tomatenkern getrennt in kaltem Wasser einweichen.
Sahne halb steif schlagen. Eingeweichte Gelatine ausdrücken und bei niedriger Temperatur auflösen. Frischkäse abschmecken und einen Teil davon in die aufgelöste Gelatine geben.

Die angeglichene Masse wird nun mit dem restlichen Frischkäse vermengt und danach die angeschlagene Sahne untergehoben. Für den Kern das Tomatensugo abschmecken und leicht erwärmen. Eingeweichte Gelatine ausdrücken und in das erwärmte Sugo geben. Beide Massen leicht anziehen lassen und dann schichtweise in eine Terrinenform oder in eine kleine Backform geben. Man kann die Form mit blanchierten Zucchinischeiben auslegen, was sehr dekorativ wirkt.
Nachdem die Terrine 2 Stunden kalt gestellt wurde, kann man sie mit gegrilltem Gemüse und einem Basilikumpesto anrichten. Guten Appetit.
 

Cocktails sind Sommerlaune pur

Sie schmecken nicht nur am Strand, sondern sind auch zu Hause leicht zuzubereiten. Die wichtigsten Arbeitsgeräte: ein Messbecher und der Shaker. Zuerst gibt man das Eis hinein, darauf die Zutaten nach Rezept. Dann kräftig schütteln. Erst wenn der Cocktail im Glas ist, wird mit kohlensäurehaltigen Getränken wie Tonic aufgefüllt. Den Standmixer braucht man bei der Zubereitung von Cocktails, die feste Creams enthalten und zum Pürieren von Früchten. Zerstoßenes Eis kann man auch ohne Maschine herstellen: Eiswürfel in eine Plastiktüte packen, gut verschließen. Mit einem Hammer das Eis in kleine Stücke schlagen. Spritzig, fruchtig und erfrischend sollte ein Sommer-Cocktail sein und nicht viel Arbeit machen. Alles zum Thema Cocktails - Tipps und Rezepte: www.spirituosen-verband.de

Foto: BSI

TIPP
            
Saftigere Zitronen/Orangen

Mit der flachen Hand Zitronen oder Orangen einige Male unter leichtem Druck auf einer Tischplatte hin und her rollen. Eine weitere Methode, um mehr Saft aus Zitronen zu erhalten: einfach vor dem Auspressen in warmes Wasser legen.
 

 

 

 aus Ortsgespräch 52:  April 2007


Ein Herz für FRÜHKARTOFFELN

Dass die tolle Knolle in Deutschland zu den heiß geliebten Nahrungsmitteln gehört, ist bekannt. Von allen Kartoffelliebhabern sehnsüchtig erwartet, werden jeden Frühsommer ihre zeitigen Vertreter, die vor allem wegen ihrer feinen Schale, ihres köstlichen Geschmacks und ihrer wertvollen Inhaltstoffen geschätzt werden. Neben reichlich Mineralstoffen und Vitaminen enthält die Kartoffel leicht verdauliche Stärke und hochwertiges Eiweiß. Sie ist praktisch fettfrei, sättigt gut und enthält nur ca. 70 Kilokalorien pro 100 Gramm. Damit sind Speisefrühkartoffeln wahre Fitmacher.

Ob pur, mit etwas Butter und Salz oder als Basis für leckere Frühkartoffel-Gerichte – wer kann da schon widerstehen?

Die deutschen Speisefrühkartoffeln werden häufig schon ab Ende Mai geerntet. Bereits im März werden die ersten heimischen Saatkartoffeln gepflanzt und nach einer Vegetationszeit von etwa 70 bis 90 Tagen gerodet. Um eine gute Qualität der deutschen Speisefrühkartoffel zu garantieren, wird zum Schutz gegen Frost zugunsten eines früheren Erntezeitpunktes der Boden mit Folien abgedeckt. Denn nur so können die Knollen bei dem angenehmen feuchtwarmen Klima in Ruhe keimen. Meist werden die frischen Frühkartoffeln schon 24 Stunden nach der Ernte im Handel angeboten.


 

Immer frische Pilze

In der asiatischen Küche gehören Pilze zum Speiseplan wie in Deutschland die Kartoffel. Kein Wunder, denn sie enthalten die wichtigen Vitamine D, B1 und B2, sind eiweiß- und mineralstoffreich, dabei aber kalorienarm. Während etwa der Champignon im Handel jederzeit erhältlich ist, gilt das für besonders gesunde Exoten wie den Shiitake nicht. Wer auf seinen Lieblingspilz nicht verzichten möchte, kann diesen jetzt ganz einfach selbst züchten. Unter www.pilzshop.de gibt es eine große Auswahl verschiedener Pilzbruten. Je nach Bedarf kann man leckere Speisepilze auf Laubholz oder Strohballen aussäen oder sogar direkt im Garten in die Erde einpflanzen. Für Ungeduldige gibt es inzwischen über zehn verschiedene Pilzarten als Fertigkulturen, die innerhalb kurzer Zeit eine reiche Ernte versprechen.


 

Bio-Produkte gefragt
Mehr als die Hälfte der Deutschen kaufen gelegentlich Bio-Produkte. Jeder Fünfte sogar regelmäßig. So das Fazit einer aktuellen Studie, für die tausend Bürger ab 14 Jahren zu ihrem Konsum an Bio-Lebensmitteln befragt wurden. Die Gründe für den Einkauf von Bio-Lebensmitteln sehen die Kunden vor allem in der artgerechten Tierhaltung, einer geringen Schadstoffbelastung und einer gesunden Ernährung. Eier, Obst, Gemüse und Kartoffeln sind die Lebensmittel, welche am häufigsten aus biologischem Anbau gekauft werden.