Nachrichten aus Dünnwald

  aus Ortsgespräche 59 - April  2010

 
Arbeit des Fördervereins erfolgreich –
weitere Aktivitäten geplant

Der 2009 gegründete „Förderverein St. Hermann-Joseph“ zum Erhalt und Unterhalt des Jugendheimes blickt auf ein erfolgreiches erstes Jahr zurück. Neben der intensiven Nutzung des Hauses - um die sich auch der Förderverein kümmert - und der hierdurch erzielten Einnahmen, konnte die bis zum 31. Dezember 2009 rechtlich selbstständige kath. Kirchengemeinde St. Joseph hohe Einnahmen aus den Nutzungspauschalen erzielen. Zusammen mit den öffentlichen Zuschüssen sowie mit dem Geld des Fördervereins wurde die erforderliche Instandhaltungs-Rückstellung und auch eine ausgeglichene Einnahme- und Ausgaberechnung 2009 für das Jugendheim erreicht.  

Für die Zukunft hat der Förderverein noch weitere Ziele, aber auch Visionen: Geplant sind
Zusatzangebote für Kinder und Jugendliche, z.B. das Angebot eines Malkurses. Auch soll es
Angebote für junge Familien zum gemeinsamen Essen, Kennenlernen und
Gedankenaustausch geben. Für die Seniorenarbeit werden Verbesserungen der Rahmenbedingungen angestrebt und das Jugendheim soll zudem ein Ort für Vorträge und Ausstellungen zur Ortsgeschichte von Dünnwald werden.
 
Um das Jugendheim für Veranstaltungen mit Familien und Senioren attraktiver zu gestalten, hat der Förderverein vorgeschlagen einen Außenaufzug anzubauen und sucht noch weitere Spender und Sponsoren für die Umsetzung dieser Vision. Durch eine erste Großspende und Rücklage des Fördervereins aus dem vergangenen Jahr wurde der Grundstock hierfür bereits gelegt. Der Förderverein hat dem Kirchenvorstand auch vorgeschlagen, auf dem Dach eine Solaranlage zu installieren.
 
Der Vorstand ist für weitere Anregungen immer dankbar und bittet alle um Hilfe bei der Organisation und Umsetzung von neuen Ideen. Gemeinsam mit allen können wir es schaffen, so Manfred Grimm, dass sich wieder alle hier in unserem Stadtteil zu Hause fühlen. Die Solidarität von Einzelpersonen, Vereinen und Gruppierungen sowie der katholischen Kirchengemeinde als Träger des Hauses darf keine leere Floskel bleiben.
 

Jubiläum der Dünnwalder „Pingsjonge“

„Rosen und drei Blümelein, ei Du wackeres Mägdelein“, lautet der immer wiederkehrende Refrain des Pfingstliedes, mit dem die „Dünnwalder Pingsjonge“ seit 25 Jahren am Pfingstsamstag durch die Straßen von Dünnwald ziehen. Begonnen hat das Brauchtum um die Jahrhundertwende als von der Dünnwalder Jugend die Gemeinschaft der „Dünnwalder Pingsjonge“ gründetet wurde. Damals zog man mit dem Ruf: „Hück kumme all die Pingsjonge…“ durch den Ort. Für ihr Ständchen wurden die Sänger mit allerlei Ess- und Trinkbarem belohnt, das sie auf ihrem langen Weg verbrauchten. 1931 wurde die Tradition vom „Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Dünnwald“ fortgesetzt.

Bis zum Zweiten
Weltkrieg galt der Umzug der „Pingsjonge“ vor allem im Rechtsrheinischen und im Oberbergischen als beliebter Brauch, der jedoch bei der Obrigkeit nicht gerne gesehen war. So berichtete der Heimatdichter Franz-Peter Kürten: „Immer versuchten Behörden die Festsitte abzuschaffen. Zuletzt gab es Protokolle und Strafen. Die Strafgelder wurden jedoch durch die gesammelten Gaben um ein Vielfaches aufgehoben“.

Während in vielen Orten das Pfingstsingen nach dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr auflebte, wurde das Brauchtum in Dünnwald von der Karnevalsgesellschaft „Fidele Jonge“ und später von der Gesellschaft „Ahl Kess“ fortgeführt. Anders als in den Jahren zuvor wurden die Sach- und Geldspenden direkt an bedürftige Bürger verteilt. Das Pfingstlied erhielt eine zusätzliche Strophe: „Mir dunn uns och bedanke et es all für ahl Lück un Kranke“. Mitte der sechziger Jahre wurde der musikalische Pfingstumzug eingestellt. Vor 25 Jahren erweckten zwölf sangesfreudige Männer des „Pfarr-Cäcilien-Vereines Köln-Dünnwald“ den schönen alten Brauch wieder zum Leben. Natürlich durfte der schon 1931 beteiligte Vorsänger Josef Fink nicht fehlen. So schallt es bis heute am Pfingstsamstag durch die Straßen:

„Oh jot doch in der Höhnerstall
do lijje de Eier üfferall
dat schwazze Höhnche hät jelaht
hät et Stätzje krumm jemaht“

„Oh fass ens in et Eierfass
do kritt ihr och de Häng nit naas
Oh jefft uns doch nen Hippebock
Do bliev uns och dr Büggel strack“

Seit 1985 wuchs die Schar der Sänger auf 28 „Pingsjonge“ an, die in zwei Gruppen vom frühen Morgen bis späten Abend von Tür zu Tür ziehen. Zur vorgerückten Stunde werden kleine Pakete zusammengestellt, die Pfingstsonntag von zwei Frauen der Sänger verteilt werden. Doch nicht nur mit Naturalien versucht man eine Freude zu machen. Gemäß dem Refrain: „Rosen und drei Blümelein“ überraschen die Damen viele Dünnwalder mit einem kleinen Blumengruß der „Pingsjonge“. Das soziale Engagement innerhalb der Gemeinde ist den „Pingsjonge“ besonders wichtig. Auch nach Pfingsten werden kirchliche und soziale Einrichtungen in Dünnwald unterstützt. So werden u. a. die Weihnachtsfeiern der katholischen und evangelischen Seniorenkreise sowie der Arbeiterwohlfahrt finanziell mit begleitet. Karl-Heinz Charles


Die Arbeiterwohlfahrt e.V. in Dünnwald

„Wir wollen insbesondere der älteren Generation Aktivitäten anbieten“, sagt Anni Klinke, Vorsitzende der Dünnwalder Arbeiterwohlfahrt (AWO), „damit die Jahre nach der Lebensarbeitszeit noch sinnvoll gestaltet werden können.“ Erworbene Fähigkeiten sollen nicht brachliegen, auch wenn die Zeit - immer schneller, höher, weiter - dieses Können in den Hintergrund drängt.

Dazu gehört auch die Lust an Gemeinsamkeiten, so Klinke. „Wir bieten daher einen Ort des „sich Wohlfühlens“ an, jeden Dienstag in der Schule Berliner Straße 975. Unsere Klubleiterin Traudi Schwarz gestaltet diese Nachmittage mit viel Engagement. Natürlich werden auch die Menschen nicht vergessen, die nicht mehr an den Aktivitäten teilnehmen können. Wenn es gewünscht wird, werden Besuche verabredet.“

Im Laufe des Jahres veranstaltet die AWO viele Aktivitäten, von Busfahren, in diesem Jahr vom 1. Juni bis 3. Juli und vom 4. September bis 30. November, aber auch Grillfeste oder Senioren-Discos. „Viel Spaß haben wir, sogar generationsübergreifend, bei der ehrenamtlichen Bedienung der Events im Waldbad. Mit diesem Beitrag wollen wir unsere idyllische Dünnwalder Anlage mit seiner langen Geschichte aus den 20er Jahren unterstützen, denn auch die AWO gehörte zu den Gründungsvereinen“, so Anni Klinke. 



“Straßenpatenschaften - Bürger übernehmen Verantwortung
für ihre Straße“

So heißt das neue Projekt des Dünnwalder Bürgervereins. Bisher fanden sich 13 Mitglieder des Vereins bereit, eine Patenschaft für Straßen, Teilstraßen und kleinere Wohnviertel zu übernehmen. Die Idee ist, dass die Paten als Ansprechpartner für die Anwohner fungieren, um Missstände betreffend der Sauberkeit, Beleuchtung, Straßenschäden, etc. aufzunehmen und zu koordinieren. Der Bürgerverein wird Unterstützung leisten und die Anliegen an die entsprechenden städtischen Stellen weiterleiten. Um das Projekt auszuweiten, werden noch Bürger gesucht, die sich für die Verschönerung ihrer Straße einsetzen wollen und eine solche Patenschaft übernehmen möchten. Auch für andere Projekte und die Mitarbeit im Bürgerverein wird noch die tatkräftige Unterstützung interessierter Dünnwalder Bürger gesucht. Infos: Dünnwalder Bürgerverein von 1899 e.V, Von-Diergardt-Str. 46, 51069 Köln, Tel.: 60 66 31, Email:
info@duennwalder.de , www.duennwalder.de


Neues vom Kinder-Café Lollypop...
 
Wie in der letzten Ausgabe schon erwähnt, beabsichtigen wir einen Bauwagen für unsere Waldgruppe im Hornpottwald zu platzieren, die Genehmigungen stehen noch aus. Erfreulicherweise sieht es sehr positiv aus und wir erwarten in Kürze einen abschließenden Bescheid. Auch im Lollypop hat sich etwas verändert. Die Erzieherinnen der Dephingruppe haben sich für ihre Schützlinge ein Erlebnishaus gewünscht, mit Treppe und "Dachterrasse", einer Küche, einem Ruhebereich und jede Menge Staufächern für die vielen Spielsachen. Ein großer Spiegel musste auch dabei sein, denn da vor kann man ja so viele Faxen machen.

Nach acht Monaten Vorbereitungszeit konnte der Vorstand diesem Wunsch jetzt nachkommen. Er kostete immerhin ein paar tausend Euro. Erzieherinnen, Kinder und Eltern waren begeistert, und so hat sich auch direkt die Bärengruppe gemeldet: „So etwas tolles möchten wir auch.“ Doch da muss erst wieder gespart werden oder aber der eine oder andere möchte sich mit einer kleinen Spende beteiligen, das wäre natürlich toll. Ein Dank an dieser Stelle auch für die Spender der ersten Aktion.

Erfreulich war auch, dass sich eine nette Dame bei uns gemeldet hat, die unsere Cafétante Christa ehrenamtlich unterstützt. So, jetzt noch die Bankverbindung für Spendenwütige: Kto. 8008532010, Blz37069427 bei der Volksbank - und Tschüsssss bis zum nächsten Mal,
Euer Lollypop-Team.

Im Waldbad relaxen

Bald ist es wieder so weit. Am 1. Mai ab 11 Uhr startet das Waldbad in Dünnwald in die neue Badesaison mit Musik, Spiele für Kinder, kostenloses Tauchen und Vorstellung eines Waldkindergartens. Das beheizte Waldbad liegt sehr idyllisch, direkt am Wildpark und neben einer Minigolfanlage. Es bietet Badespaß für die ganze Familie: Ein Schwimmerbecken, zwei Nicht-Schwimmerbereiche, eine große und eine kleine Rutsche, ein Kinderbecken und sehr schöne Liegewiesen. Entspannen sie unter schattigen Bäumen oder relaxen sie in der wärmenden Sonne. Auch Essen und Getränke werden zu fairen Preisen angeboten. Für Erwachsene (ab 18 J.) kostet die Tageskarte 3,50 Euro, Kinder unter vier Jahren haben freien Eintritt. Weitere Infos über Preise und Veranstaltungen unter www.waldbad-camping.de


Disco-JOY-Revival V 2010
OpenAir-Benefiz für Fort XI

Nach den großen Publikumserfolgen der Disco-Nächte I bis IV wird die beliebte Party in diesem Jahr fortgesetzt. Mit „DiscoJOY-Revival V“ feiert die Disco-Generation der 70er und 80er Jahre nun schon traditionell zum fünften Mal die Gründung der ersten Dünnwalder Jugend-Discotheque vor über zwanzig Jahren. Was mit dem „African Watussi Club“ in den frühen 70er Jahren begann, fand eine erfolgreiche und äußerst beliebte Fortsetzung mit der Eröffnung der „Discotheque JOY“ auf dem Höhepunkt des Disco-Fiebers Anfang der 80er Jahre.

Zur Erinnerung an diese Zeit plant das Winter-Team um Disco-Gründer Roswitha und Egon Winter, in Kooperation mit dem Kulturförderverein Fort XI e.V., wieder eine Party unter freiem Himmel, auf dem Gelände des Fort XI. Unterstützt wird der Event auch von der IG Dünnwald, Interessengemeinschaft Handwerk, Handel und Gewerbe e.V.

In diesem Jahr findet die Benefiz-Party zugunsten des Kulturfördervereins Fort XI statt. Pro verkaufter Eintrittskarte gehen zwei Euro direkt an den Kulturförderverein. Damit wird der Erhalt und die Sanierung der historischen Festungsanlage in Köln Buchheim unterstützt.
Für ein heißes Musikprogramm sorgen die DJ’s Sammy und Victor. Dazu verzaubern diverse Getränkeangebote den Abend und natürlich Leckereien vom Außengrill. Auch für eine sichere Fahrt ist gesorgt. Ein kostenloser Shuttle-Bus-Transfer verkehrt von 18.00 bis 2.30 Uhr, im 20-Minuten-Takt, von unterschiedlichen Haltepunkten aus.

Auch die Fußball-Fans brauchen während der Weltmeisterschaft nicht auf ihr Lieblingsspiel zu verzichten. Auf einer Großleinwand wird das WM-Spiel des Tages live übertragen, gesponsert von Euronics Voell. Sollte das Wetter an diesem Abend nicht so einladend sein – kein Problem. EuroPrinz Alu-Zeltsysteme stellt ausreichend Zelte und Schirmunterstände zur Verfügung.

Die historische Befestigungsanlage Fort XI befindet sich an der Piccoloministraße in Buchheim. Einlass für die Party ist ab 19.00 Uhr. Eintrittskarten sind an allen bekannten Vorverkaufsstellen zum Preis von 12 Euro erhältlich (Abendkasse 14 Euro).
Weitere Infos:
www.disco-joy-revival.de

 
Aktive
Nachbarschaftshilfe
„Kölsch Hätz“

Seit Juni 2008 gibt es in Dünnwald und Höhenhaus die Nachbarschaftshilfe „Kölsch Hätz“. Ziel der Initiative ist es, ehrenamtliche Helfer an Menschen zu vermitteln, die sich über regelmäßige Besuche oder Begleitung freuen. Schon im ersten Jahr konnten viele positive Kontakte zwischen den Menschen im Veedel vermittelt werden. Stimmt die "Chemie" zwischen Helfern und Besuchten, entstehen vertrauensvolle Beziehungen - wodurch sich die Lebensqualität der Menschen verbessert. Darin liegt der Wert der Arbeit von Kölsch Hätz. Zahlreiche Menschen in den Stadtteilen Dünnwald und Höhenhaus wünschen sich Kontakt zu einer netten Person. Darunter sind Menschen, die ihre Wohnung mit und ohne Hilfe nicht verlassen können. Daneben gibt es Menschen, die nur mit Unterstützung einer Begleitperson Spaziergänge, gemeinsame Einkäufe oder gelegentliche
Unternehmungen wie kleine Ausflüge bewerkstelligen können. Kölsch Hätz sucht weitere Helfer und Helferinnen, die Lust und Interesse haben, einen kontinuierlichen Kontakt zu einem Menschen aufzubauen. Auf welche Weise und wie viel Zeit jede/r investieren möchte, bestimmt sie/er selbst. Wenn Sie wissen möchten, in welchen Bereichen Sie sich als freiwillige/r Mitarbeiter/in bei Kölsch Hätz engagieren können, wählen Sie Ihren Interessen und Fähigkeiten entsprechend ein Themengebiet aus. Die Ehrenamtlichen werden bei ihrem Tun unterstützt durch Praxisbegleitung, Fortbildungen, Geselliges, Versicherungsschutz und Fahrtkostenerstattung. Geleitet wird „Kölsch Hätz“ von Hermann-Josef Roggendorf.

Infos: Kölsch Hätz Büro, Berliner Str. 944 - im CAFE mittendrin, Tel.: 222 197 10,
Email: info@koelschhaetz.de, Internet: 
www.koelschhaetz.de .


Film- & Buchfrühstück
„Wer früher stirbt ist länger tot!“, nach einem gemeinsamen Frühstück um 9.30 Uhr am 27. April 2010 wird dieser amüsante Spielfilm gezeigt: Ein Junge auf der Suche nach der Unsterblichkeit. Eine herrlich bayerische Lausbubengeschichte. Mund-zu-Mund-Propaganda und kein dickes Werbebudget haben den aberwitzigen Heimatfilm zum Geheimtipp gemacht. Es war ein Wagnis, den Film auf Bayerisch zu drehen- aber 1,8 Mio. Zuschauer in ganz Deutschland sind ein großer Erfolg. Der Film erhielt viele Preise, unter anderem den Bayerischen Filmpreis, den Deutschen Filmpreis und die Silberne Lola.
Aber auch Literaturinteressierte kommen auf ihre Kosten. Nach einem gemeinsamen Frühstück am 1. Juni 2010 stellt Frau Dr. Heffen ausgewählte Bücher vor.
Ort: Ev. Gemeindehaus Am Portzenacker 1, Kosten drei Euro je Veranstaltung, Anmeldung unter Telefon 222 19 711 oder per mail unter
snw-duennwald@diakonie-koeln.de .