Themen Kunst und Kultur

  aus Ortsgespräche 62 -  November 2011

Kaum zu glauben:
Das Christkind wohnt in Engelskirchen

In oberbergischen Engelskirchen, am Engels-Platz, wohnt das Christkind. Das weiĂź doch jedes Kind. Deshalb erreichen jedes Jahr Wunschzettel aus aller Welt das eigens zu diesem
Zweck eingerichtete Weihnachtspostamt. Im letzten Jahr feierte das Christkind wieder einen neuen Rekord: 150.000 Zuschriften aus 59 verschiedenen Ländern galt es zu beantworten.
Davon waren mehrere sogar aus der Karibik und aus Australien! Dies kann das himmlische Wesen nur mit Hilfe der Post-Engel bewältigen, die ihm in jedem Jahr hilfreich zur Seite stehen und dafür sorgen, dass die Antwortbriefe zuverlässig und überall ausgeliefert werden.
1985 tauchten im damaligen Postbetrieb erstmals Briefe ›An das Christkind‹ auf.

In Nordrhein-Westfalen wurden diese vereinzelten Briefe mangels einer konkreten Adresse nach Engelskirchen geschickt. Dort saß seinerzeit eine Betriebsleiterin, die diese Briefe öffnete und – weil sie die Kinder nicht enttäuschen wollte – dann auch beantwortete.
Aus diesem ›mal beantworten‹ von einzelnen Briefen sind mittlerweile hunderttausende Wunschbriefe geworden. Damit ist die Weihnachtspostfiliale in Engelskirchen die beliebteste Christkind- Adresse in Deutschland.

Am 3. Adventssonntag wird die Christkindpostfiliale der Deutschen Post für den Publikumsverkehr geöffnet sein. Dann können hier ›kleine‹ und ›große‹ Kinder das Christkind persönlich kennen lernen, ihre Wunschbriefe abgeben und den Helfern und Helferinnen des Christkindes bei der Arbeit über die Schulter schauen.

Um die Briefe-Flut zu bewältigen, hat die Deutsche Post dem Christkind eine eigene, Postleitzahl eingerichtet. Wer auch einen Brief vom Christkind erhalten möchte, schreibt an folgende Adresse: An das Christkind, 51777 Engelskirchen. Ganz wichtig: Bitte den Absender nicht vergessen.

(Foto Christkind)

Bild: Stadt Engelskirchen

Die Geschichte des Christstollens

Entstanden ist der Christstollen in den Backstuben der Klöster und Zünfte (Innungen) des Mittelalters. Im Jahr 1330 wurde er in Naumburg an der Saale durch ein bischöfliches Privileg
für die Bäckerzunft erstmalig erwähnt. Um diese Zeit war auch Siebenlehens backende Zunft für seine Stollen berühmt und trieb regen Handel in der näheren Umgebung.

In jener Zeit suchte man in den verschiedenen Formen der Backwaren kirchliche Erinnerungen wiederzugeben. So sollten beispielsweise die Pfannkuchen den Schwamm darstellen, mit dem der Heiland am Kreuz getränkt wurde und die Brezel die Fessel, die der
Herr tragen musste. Der Stollen ist in seiner Form nichts anderes als eine Versinnbildlichung
des in Windeln gewickelten Christkindes. Nicht nur die Stadt Siebenlehen wurde fĂĽr ihre Stollen weithin gerĂĽhmt.

Anderen Quellen zur Folge ist der Christstollen in Dresden etwa um das Jahr 1450 entstanden.
Da auch andere Städte das Stollenprivileg für sich beanspruchen, gerieten die Siebenlehener 1615 mit den Meißner Bäckern in ernsten Streit, weil diese nicht dulden wollten, dass das Siebenlehner Gebäck nach Meißen gebracht wurde. Die Dresdner Bäcker beschwerten sich 1663 darüber, dass die Bäcker zu Siebenlehn große Fuder Backwerk nach Dresden brächten.
Die Zubereitung der Stollen war zu jener Zeit eine andere als die, die wir heute kennen. Bis zum Jahre 1647 durfte man, wenn gerade die Fastenzeit war, zum Backwerk keine Butter nehmen. Da aber dem Weihnachtsfest das große Adventsfasten voranging, konnte man, des Butterverbots wegen, zum Stollenbacken nur Öl benutzen, dazu Hafer, Mehl und Wasser. Das war nicht nur sehr unbequem, das Gebäck dürfte wohl auch nicht allzugut geschmeckt haben.

Darum wendeten sich KurfĂĽrst Ernst und sein Bruder Herzog Albrecht an den Papst wegen einer Aufhebung dieses Butterverbotes. Wie beide FĂĽrsten das Bittgesuch begrĂĽndet haben,
lässt sich aus der Antwort des Papstes herauslesen. Diese lautet: ›Sintemahl nun, dass euretwegen für uns vorgegeben, dass in Euren Herrschaften und Landen keine Oehlbäume
wachsen und dass man des Oehls nicht genug, sondern viel zu wenig und stinkend habe, dass man dann teuer kaufen muß, oder solches Oehl allda habe, das man aus dem Rübsenoehl mach, dass der Menschen Natur zuwider und ungesund, durch dessen Gebrauch die Einwohner der Lande in mancherlei Krankheit fallen. Als sind wir in den Dingen zu eurer Bitte geneigt und bewilligen in päpstlicher Gewalt, in Kraft dieses Briefes, dass ihr, eure Weiber, Söhne, Töchter und all eure wahren Diener und Hausgesinde der Butter, anstatt des Oehls ohne einige Pön (Buße, Strafe) frei und ziemlich gebrauchen möget.‹

Später – im Jahre 1691 – durften auch andere ihr Gebäck mit Butter mengen. Allerdings war an diese Erlaubnis vom Papst die Bedingung angeknüpft, den zwanzigsten Teil eines
Goldgüldens zum Freiberger Dombau jährlich zu entrichten. Als Sachsen evangelisch wurde,
fiel das Verbot weg. Seinen jetzigen Qualitätsstandard erreichte der Stollen erst im letzten Jahrhundert durch die Verarbeitung edler Rohstoffe und Gewürze aus aller Welt.
Quelle: Bäcker-Innung Köln

(Fotozeile Stollen)
Bild: © Steffi Pelz/pixelio.de

Die schönsten Weihnachtsdekorationen

Im November erscheinen die Tage häufig trist. Genau die richtige Zeit, um in die vorweihnachtliche Welt einzutauchen – an Kerzenlicht zu denken, an Weihnachtsschmuck und an ausgefallene Weihnachtsdekorationen, die das Gemüt freundlich stimmen und mit denen man sein Heim verschönern kann. Das Gartencenter Wilms lädt alle Kunden – auch die, die es gerne werden möchten – zum Besuch seiner großen Weihnachtsausstellung ein.

Hier fällt es nicht schwer, sich von der Hektik des Tages zu lösen, denn es warten jede Menge Inspirationen für weihnachtliche Dekorationen auf die Besucher. Die liebevoll ausgesuchten Accessoires und die vielen Anregungen, die man für ein stimmungsvolles Weihnachtsfest
unbedingt benötigt, zeigen sich hier von ihrer schönsten Seite. Entspannen können Sie auch bei einem Stück Kuchen oder einer Waffel, natürlich mit einem Kaffee. Gegen eine kleine Spende – wenn Sie möchten. Das Gartencenter Wilms übergibt die Einnahmen komplett an die katholische Kirchengemeinde Dünnwald zur Finanzierung der notwendigen Jugendarbeit.
Auch das gehört zur Tradition bei Wilms.

In diesem Jahr bietet Ihnen das Gartencenter Wilms wieder eine Vielzahl von sorgfältig ausgewählten Weihnachts- Dekorationsartikeln an. In der Farbgestaltung dominiert weiter das traditionelle Rot, auch in Kombinationen mit Braun- und Naturtönen. Edel sieht die Zusammenstellung von Silber und Grau aus und dazu Grüntöne. Grün gilt als klarer Farbfavorit. Er wird kombiniert mit Braun- und Naturtönen, aber auch mit kräftigen Lila- und Blautönen. Der Farbkombination sind keine Grenzen gesetzt. Ganz im Trend liegen knallige,
bunte Farben. Und natürlich dürfen Kerzen nicht fehlen. Das Gartencenter Wilms bietet Ihnen ein umfangreiches Sortiment in allen Längen, Stärken und Farben. Achten Sie bei der Kerzenwahl unbedingt auf Qualität. Wilms führt ausschließlich Kerzen der deutschen Manufaktur Kopschitz, die sich bereits seit fünf Generationen mit der Herstellung dieser sensiblen Ware beschäftigt. Alle verwendeten Roh- und Hilfsstoffe sind geprüft und mit dem RAL-Gütezeichen versehen. Die erstklassige Produktqualität steht für hohe Brenndauer und
brennt absolut ruĂźfrei. Kerze ist also nicht gleich Kerze!
Im Gartencenter Wilms berät man Sie gerne. Schauen Sie doch einfach einmal vorbei. Es lohnt sich bestimmt.

(Foto Weihnachtsdeko)
Bild: © Rainer Sturm/pixelio.de