Journal

aus Ortsgespräch 59:   April  2010


GetrĂĽbte Aussichten bei scharfer HDTV-Technik.
Ohne neue Zusatzgeräte läuft gar nichts

Seit den Olympischen Winterspielen im kanadischen Vancouver sind ARD und ZDF mit hochauflösenden Programmen regulär auf Sendung. Auch bei den Privatsendern wie RTL, VOX, SAT 1, Pro 7, Kabel 1 und einigen Spartensendern flimmern Sendungen in HD-Qualität über den Äther. Doch der Empfang der neuen Fernsehtechnik, die schär­fere Bilder, brillantere Farben und bessere Tonqualität verspricht, hat seine Tücken. Längst nicht jeder Zuschauer kann das schärfere Fernsehen ohne weiteres empfangen. HD-Programme kann nur sehen, wer sich mit pas­senden Zusatzgeräten ausstattet. „Wenn Sie also als Nutzer analoger Endgeräte und Empfangsquellen nicht dieses oder nächstes Jahr in die Röhre schauen wollen, dann sollten Sie etwas unternehmen“, rät Markus Voell, Inhaber von Euronics Voell.

Was können Sie tun?
Prüfen Sie selbst oder lassen Sie ihre TV-Empfangstechnik durch einen Fachmann prüfen! Ist Ihre Empfangsquelle (Kabelanschluss, SAT Anlage, usw.) digitaltauglich? Ist Ihr Empfangsgerät wie z.B. bei SAT ein digitaler Empfänger? Selbst bei alten, vorhandenen digitalen SAT-Anlagen ist die Frage, ob Sie dem heutigen festgelegten Standard entsprechen, wie z.B. für HDTV.

Was ist HDTV?
Es ist die Abkürzung von High Definition Television, das heißt übersetzt „hochauflösendes Fernsehen“ und ist ein neuer digitaler Standard der in 2 Jahren den normalen digitalen Empfang komplett ersetzen wird. Wenn Sie sich einen neuen Receiver kaufen möchten, dann am besten direkt einen HDTV-Receiver, da dieser zusätzlich auch die normalen digitalen Sender wiedergeben kann.

Was empfangen Sie und worauf sollten Sie achten? Es gibt drei Empfangsarten.
DVB-T, DVB-S und DVB-C. DVB ist die AbkĂĽrzung fĂĽr digital und der letzte Buchstabe bezeichnet die Art: T =  Terrestrisch (ĂĽber normale Antenne), S = Satellitenempfang und
C = Kabelempfang.
Wenn Sie einen Fernseher besitzen, der über Kabel empfängt, dann brauchen Sie einen DVB-C Receiver. Haben Sie eine sogenannte „SAT Schüssel“, benötigen Sie einen DVB-S Receiver. Haben Sie keine der beiden Varianten, so haben Sie die Möglichkeit mit einer Zimmerantenne über einen DVB-T Receiver 24 Programme zu empfangen.

TV-Geräte der neuen Generation
„Wir können Ihnen bereits jetzt schon zahlreiche LCD Fernseher anbieten, die einen solchen Receiver integriert haben. Die Geräte sind für Sie kompatibler, einfacher zu bedienen und enorm platzsparend“, erläutert Voell. „Wenn Sie interessiert sind, dann schauen Sie doch einfach einmal bei uns im Geschäft vorbei und lassen sich beraten. Ich bin sicher, wir finden die beste Lösung für Ihren speziellen Bedarf. Gern können Sie auch einen persönlichen Termin mit uns vereinbaren, gratis bei Ihnen zu Hause!“, so das Angebot des Multimedia-Spezialisten.




Leiser Start für „CologneE-mobil“

Die Kölner RheinEnergie AG hat die erste „TankE-Zapfsäule“ am Contipark-Parkhaus in der Lungengasse eröffnet. Im Rahmen des Modellprojektes „CologneE-mobil“ geht es um eine effektive Einbindung von Pkw, ÖPNV, Liefer- und Nutzfahrzeugen sowie Zweirädern mit alternativen Antrieben. Außerdem soll eine nutzerfreundliche und sichere Lade-Infrastruktur aufgebaut werden. Neben der RheinEnergie sind die Fordwerke GmbH, die Stadt Köln sowie die Universität Duisburg/Essen an dem Projekt beteiligt. Bis 2011 sollen 25 Elektrofahrzeuge, davon 10 Ford Transit und 15 Ford Focus, unter Alltagsbedingungen erprobt werden.

Der für die Fahrzeugladung bereitgestellte Strom stammt aus Wasserkraft und ist somit klimaneutral. „Elektromobilität ist ein wichtiges Thema der nahen Zukunft“, sagte Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender des Energiekonzerns. „Gerade in Ballungsräumen und Innenstädten können batterie-elektrisch angetriebene Fahrzeuge zu einem besseren Klima und zu einem besseren Lebensumfeld beitragen.“ Die öffentliche Tankstelle sei ein erstes sichtbares Zeichen dafür. Weitere Standorte sollen eröffnet werden.

Um dort elektrische Energie zu erhalten, ist eine einmalige Anmeldung ĂĽber die Internetseite der RheinEnergie unter  www.rheinenergie.com erforderlich. Ist diese erfolgt, können Fahrer von Elektroautos jederzeit Strom zapfen. DafĂĽr erhalten sie einen Zugangscode fĂĽrs eigene Handy. Wer tanken möchte, schaltet die Ladesäule ĂĽber Handy frei. An dieser öffnet sich eine Klappe, hinter der die verschiedenen StromanschlĂĽsse verborgen sind. Die „TankE“ kann alle derzeit vorhandenen Fahrzeugsysteme versorgen und ist auch fĂĽr kĂĽnftige standardisierte Steckersysteme gerĂĽstet.
Fahren mit Strom soll bereits in einigen Jahren Teil des normalen Lebens werden. Nach Hochrechnungen könnten bereits 2020 in Köln bis zu 15.000 rein elektrisch betriebene Autos rollen.

Bild: RheinEnergie



Keine BetreuungslĂĽcke fĂĽr Schulneulinge

Für die Kinder, die ab dem 1. August 2010 schulpflichtig werden, haben die Jugend- und die Schulverwaltung der Stadt Köln ein gemeinsames Betreuungskonzept für die Sommerferien entwickelt. Es wird sichergestellt, dass alle Kinder, die vom Kindergarten in die Betreuung der Offenen Ganztagsschule wechseln, auch mit Beginn der Schulpflicht im August versorgt sind, soweit dies von den Eltern gewünscht wird. Die Betreuung erfolgt in den Kindergärten. Das hierfür erforderliche zusätzliche Personal wird zur Verfügung gestellt.

Aktuell läuft in den städtischen Kindertagesstätten eine Bedarfsabfrage. Nach Auswertung soll die konkrete Regelung vor Ort mit dem jeweiligen Personalbedarf festgelegt werden. Die betroffenen Eltern werden über diese Regelungen umgehend informiert und einbezogen. Jugenddezernentin Dr. Agnes Klein sagt zu: Die Betreuung der Kinder in den Schulferien ist gesichert.



Energiesparpotenziale schlummern im Bestandsbau

Wer ein neues Haus plant, muss sich an strenger gewordene energetische Kriterien der Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009 halten. Im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) ist zudem festgelegt, dass zumindest ein Teil der Wärme für Heizung und Warmwasser aus erneuerbaren Energien stammt.

Die größten Sparpotenziale schlummern aber im Bestandsbau: Um bis zu 80 Prozent können die Heizkosten nach Berechnungen der Deutschen Energie-Agentur (dena) in vielen Häusern sinken, wenn diese konsequent energetisch saniert werden. Besonders die Kombination von Dämmung, effizienter Technik und erneuerbaren Energien ist unschlagbar. Dass erneuerbare Energien zur Wärmeversorgung auch in bereits bestehenden Gebäuden problemlos eingesetzt werden können, zeigen die prämierten dena-Modernisierungsprojekte.

Vom Reihenhaus aus den 30er-Jahren über einen Wohnblock bis zum denkmalgeschützten Mehrfamilien-Gründerzeithaus reichen die ausgezeichneten Beispiele. Sie zeigen, wie Solarthermie, Wärmepumpe, Pelletskessel und Kombinationen verschiedener Heiztechnik sich mit gewachsener Bausubstanz verbinden lassen. Umfangreiche Infos zu Modernisierungstechniken, Fördermöglichkeiten und Projektbeispielen gibt es unter www.zukunft-haus.info.

Bild: djd/Deutsche Energie-Agentur GmbH



Unfallort Haushalt

Jedes Jahr zum Frühlingsbeginn werden viele Frauen von einem unheimlichen Phänomen gepackt: Mit Putzeimer, Staubtüchern und Scheuerlappen bewaffnet rücken sie Staubmäusen und Co. auf die Pelle. Es wird geschrubbt und gebürstet, bis alles blitzblank ist und sich der Glanz der ersten Sonnenstrahlen spiegelt. Hausarbeit gilt gemeinhin als ein Feld scheinbar harmloser Tätigkeiten - dabei kann sie durchaus gefährlich werden:

Nach einer Schätzung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin geschehen mehr als 5,5 Millionen Unfälle in Heim und Freizeit, davon allein 2,6 Millionen im Haushalt.

Besonders die schwer erreichbaren Ecken wie Schrankoberflächen, Lampenschirme und Gardinen haben es in sich. Zu kurze und wackelige Leitern oder gar selbst gebaute "Steigevorrichtungen" geraten leicht ins Wanken und führen oft zum freien Fall. Stürze gehören zu den häufigsten Unfallarten überhaupt. Dazu zählt das Ausrutschen im nassen Bad ebenso wie das Fallen über hochstehende Türschwellen oder Teppichkanten. Wichtig ist, so die Experten, dass keine Hektik bei den Putzarbeiten entsteht. Hektik führt zu Unachtsamkeit und erhöht so das Unfallrisiko.



Museum Ludwig
Publikumsliebling

Zufrieden mit den Besucherzahlen in den städtischen Museen zeigt sich die Kölner Kulturverwaltung. In die neun Häuser kamen im vergangenen Jahr exakt 843.305 Kunstinteressierte. Den Spitzenplatz in der Publikumsgunst nahm 2009 wie bereits in den Vorjahren das Museum Ludwig mit knapp 248.000 Besucherinnen und Besuchern ein, gefolgt vom Römisch-Germanischen Museum mit knapp 168.000 und dem Wallraf-Richartz-Museum mit mehr als 161.000.