Journal

aus Ortsgespräch 61:   April  2011

Kölner Dom ist die Nummer 1

Der Kölner Dom ist zur beliebtesten Sehenswürdigkeit Deutschlands gekürt worden.
Dieses Ergebnis ergab die aktuelle Online-Umfrage des Deutschen Tourismusverbandes (DTV) und des Städteportals meinestadt.de für 2010 unter 1.600 Internetnutzern. Im Vergleich zu 2009 hat der Dom sogar noch zugelegt: waren es im Jahr 2009 acht Prozent der Stimmen, so gaben im Jahr 2010 15 Prozent der Befragten ihr Votum für das Kölner Wahrzeichen ab. Die Dresdner Frauenkirche erlangte mit 7,1 Prozent den zweiten Platz, das Brandenburger Tor folgt mit 6,6 Prozent auf Rang drei.
Neunzig Prozent der Befragten haben ihre Lieblingssehenswürdigkeit auch schon besucht.
Der Kölner Dom ist nicht nur UNESCO-Welterbe und die beliebteste Sehenswürdigkeit Deutschlands, sondern auch die meistbesuchte Attraktion in Deutschland mit mehr als 6,5 Millionen Besuchern im Jahr. Und auch die Domschatzkammer kann sich über den Verkauf von über 100.000 Eintrittskarten in 2010 freuen. Somit passt es ins Bild, dass die gotische Kathedrale im Jahr 2011 besonders gewürdigt wird: sie wird auf 30 Millionen Exemplaren die
Rückseite einer Zwei-Euro-Münze schmücken.

Höhere Parkgebühren

Mit Mehrheit beschloss der Verkehrsausschuss des Rates, dem „schlüssigen Konzept“ der Verwaltung zu folgen und die Parkgebühren in der Stadt zu erhöhen. Dort, wo man bisher für 50 Cent 30 Minuten parken konnte, werden es künftig nur noch 20 Minuten sein. Die Gebühr für das Ganztagsparken steigt von drei auf vier Euro. Insgesamt, so hofft die Verwaltung, wird die Erhöhung zu Mehreinnahmen von 1,77 Millionen Euro führen. Auch die sich in der Testphase befindliche sogenannte Brötchen-Taste wurde von der Verwaltung gekippt, da sie bei der städtischen Finanzlage nicht mehr vertretbar sei. Mit der Brötchen-Taste kann ein parkender Autofahrer ohne für das Parken zu bezahlen kurz aussteigen und einen „schnellen Einkauf“ tätigen. Die Testprojekte auf Ehren-, Severin- und Breite Straße sollen jedoch weiterlaufen, so Baudezernent Bernd Streitberger.


Städtisches Fundbüro jetzt online

Bürger können Infos über abgegebene Fundsachen jetzt im Internet abrufen. Diesen neuen Service bietet das Amt für öffentliche Ordnung ab sofort: das Fundbüro online.
Wer in Köln Gegenstände verloren hat, kann nun auf den Seiten im städtischen Internetauftritt erfahren, ob seine Sachen im Fundbüro vorhanden sind. Eine Großzahl der dort abgegebenen Gegenstände wird sofort registriert, näher mit Fundort und Besonderheiten beschrieben und in eine Datei aufgenommen, die online abrufbar ist. Zu den Fundgegenständen gehören auch Sachen, die in den Stadtbahnen und Bussen der Kölner Verkehrsbetriebe sichergestellt wurden. Für die online abrufbaren Gegenstände hat das Fundbüro folgende Gruppen eingerichtet: Fahrräder, Handys, Kameras, Brillen, Uhren, Kfz-Zeichen, Kleidung, elektronische Geräte, Schmuck, Sportgeräte, Geldbörsen und Dokumente.
Bürger, die ihre Gegenstände in der Liste entdecken, können über das dort hinterlegte Kontaktdatenformular persönliche Angaben zum Fundgegenstand machen und ihre Kontaktdaten für E-Mail oder Telefon mitteilen. Das Fundbüro meldet sich dann zurück.
www.stadt-koeln.de/buergerservice/onlinedienste/fundbuero-liste/index.html
 


Ostern -  Von Ostern, Eiern und Hasen

In der heutigen Zeit ist es erschreckend, dass viele Kinder und Jugendliche aber auch so mancher Erwachsene mit den christlichen Feiertagen vorwiegend die kommerziellen Facetten verbindet. So ist Weihnachten das Fest der Geschenke und der hübsch geschmückten Weihnachtsbäume und Ostern mutiert zum Fest der Schokoladenhasen sowie der bunten Eier.

Dabei steht hinter jeder dieser Festlichkeiten ein bedeutender Aspekt, der gerade in der westlichen Welt von starkem Glauben geprägt ist. Ostern als ein Hochfest ist von einem Festkreis umgeben, der mit dem Aschermittwoch eingeläutet wird. An diesem Tag beginnt die 40-tägige Fastenzeit, die an das Leiden der 40-jährigen Knechtschaft des Volkes Israel sowie an die 40 Tage Jesus in der Wüste erinnern soll. Auf diese 40 Tage folgt dann der Palmsonntag, an dem Jesus von Nazareth in Jerusalem einzog, ehe er am Gründonnerstag das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern zelebrierte. Karfreitag starb Jesus am Kreuz und Ostersonntag wird die Auferstehung Jesus vom Tode gefeiert. An diesem höchsten Fest in der christlichen Glaubensgemeinschaft finden in allen Kirchen wahre Freudenfeste statt, die sich in üppigem Blumenschmuck und strahlenden Altarräumen widerspiegeln, aber auch im Glockengeläut.

Und das Ei zu Ostern? Schon seit Urzeiten waren die Menschen vom Ei fasziniert: Die Schale umschließt ein komplettes Lebenserhaltungssystem, aus dem vermeintlich leblosen Ding entspringt neues Leben. Seit jeher diente das Hühnerei als Symbol für Lebenskraft. So wurde es auch zum Symbol für die Auferstehung Christi: Die zerbrochene Schale wurde als leeres Grab gedeutet. Lange Zeit war für Christen das Ei als „flüssiges Fleisch“ in der Fastenzeit tabu. Da die Hühner im Frühjahr wieder mehr legten, sammelte sich bis Ostern ein Eierüberschuss an, der rasch verzehrt werden musste. Im Mittelalter lieferten die Bauern am Gründonnerstag einen Teil der Eier als Naturalzins beim Lehnherrn ab, ein anderer Teil kam in die Kirche, wo er den Eiersegen, den „benedictio ovorum“, erhielt. Die gesegneten Eier waren zur Unterscheidung rot gefärbt.

Und der Hase? Die Verbindung zum Hasen ist umstritten: Am plausibelsten ist wohl die These, nach der die Menschen einen Zusammenhang zwischen den vielen Eiern und den sich in der gleichen Zeit stark vermehrenden Hasen sahen. Wer sollte also für die Vielzahl von Eiern verantwortlich sein, wenn nicht Meister Lampe. Verspeist wurde folglich nicht nur das Ei, sondern auch der Überbringer, von dessen Verzehr man sich Fruchtbarkeit versprach.

Eine erste Erwähnung des Brauches, die Eier für Kinder zu verstecken, stammt aus dem Tagebuch des Abtes Jakob vom Kloster Schuttern (Ortenaukreis) für das Jahr 1691. Kindern wird – je nach Gegend – erzählt, dass diese Eier vom Hahn, dem Kuckuck, dem Fuchs, dem Storch oder dem Hasen stammen. In neuerer Zeit hat sich der Osterhase als Eierüberbringer überregional durchgesetzt.

Bild: © Gabriele Hrodek-Schweiger/pixelio.de